Versteigerungsbedingungen Download PDF in Deutsch und Englisch

Die Versteigerung erfolgt in eigenem Namen im Auftrag und für Rechnung der Einlieferer auf der Grundlage der Versteigerungsordnung in der jeweils gültigen Fassung sowie der für Kommissionäre geltenden Bestimmungen des BGB und des HGB gegen Bezahlung des Kaufpreises in Euro-Währung. Durch Abgabe eines mündlichen oder schriftlichen Angebotes erkennt der Ersteigerer diese Bedingungen an

Der Zuschlagspreis bildet die Berechnungsgrundlage für das vom Käufer zu zahlende Aufgeld. Verbraucher aus EU-Ländern zahlen einheitlich ein Aufgeld von 23 %, wobei im Gesamtbetrag die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten ist. Das Gleiche gilt bei differenzbesteuerter Ware für Unternehmer i.S. d. USTG. Bei regelbesteuerter Ware wird ein Aufgeld von 20% zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer erhoben. Ausfuhrlieferungen in EU-Länder können bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen von der Umsatzsteuer befreit sein. Käufern mit Wohnsitz außerhalb der EU wird einheitlich ein Aufgeld von 20 % berechnet. Wird die Ware vom Käufer selbst oder durch Dritte ausgeführt, wird die gesetzliche Mehrwertssteuer berechnet. Diese wird bei Vorlage der gesetzlich erforderlichen Ausfuhrnachweise erstattet. Wird die Ware von uns in Drittländer verbracht, wird die gesetzliche Mehrwertssteuer nicht berechnet. Für Bücher wird ein Aufgeld von 20% erhoben. Auf den Gesamtpreis (Zuschlag zuzüglich Aufgeld) wird die zur Zeit gültige Mehrwertsteuer von 7 % aufgeschlagen. Wird die Ware vom Käufer selbst oder durch Dritte ausgeführt, wird die gesetzliche Mehrwertssteuer berechnet. Diese wird bei Vorlage der gesetzlich erforderlichen Ausfuhrnachweise erstattet. Wird die Ware von uns in Drittländer verbracht, wird die gesetzliche Mehrwertssteuer nicht berechnet.

Für Goldmünzen, die von der gesetzlichen Mehrwertssteuer befreit sind, wird ein Aufgeld von 15 % auf den Zuschlagspreis berechnet.

Im Ausland anfallende Kosten, insbesondere Zölle und (Einfuhr)-Umsatzsteuern sind vom Käufer zu bezahlen.

Sofern nicht anders vereinbart wird, ist die Zahlung der Auktionsrechnung bei anwesenden Käufern sofort fällig, bei schriftlichen Bietern spätestens 20 Tage nach Erhalt. Die Bezahlung sollte per Banküberweisung erfolgen. Wählt der Käufer einen anderen Weg der Bezahlung, hat er in jedem Fall sicherzustellen, dass dem Versteigerer der komplette Rechnungsbetrag gutgeschrieben wird. Persönliche Schecks werden von ausländischen Käufern nicht akzeptiert. Gebühren und andere Kosten gehen zu Lasten des Käufers.

Bei Zahlungsverzug werden 1% Zinsen pro Monat berechnet. Das Eigentum an der Ware geht erst mit vollständiger Bezahlung des Kaufpreises an Käufer über.

Bei Aufträgen von unbekannten Sammlern kann die Angabe von Referenzen verlangt werden. Schriftliche Aufträge sind möglichst frühzeitig einzusenden, bei mehreren gleich hohen Geboten erhält das zuerst eingegangene den Zuschlag.

Unlimitierte Aufträge werden nicht entgegengenommen, alle schriftlichen, fernmündlichen und alle Gebote aus dem Internet müssen eindeutig sein, Unklarheiten und Ungenauigkeiten gehen zu Lasten des Bieters. Geboten wird immer der Zuschlagspreis ohne Aufgeld und Mehrwertsteuer. Eine Haftung für Schwierigkeiten, die sich auf Grund technischer Probleme ergeben, ist auf jeden Fall ausgeschlossen.

Telefonische Gebote sind mindestens zwei Werktage vor der Auktion voranzumelden, für die Ausführung wird keine Gewährleistung übernommen.

Der Zutritt zur Versteigerung ist nur Interessenten gestattet, die einen Katalog besitzen. Der Zuschlag erfolgt nach dreimaligem Ausruf des höchsten Gebotes und verpflichtet zur Abnahme und zur Zahlung. Der Auktionator kann unter Vorlage besonderer Gründe den Zuschlag verweigern, einzelne Lose vorziehen und bei gleich hohen Geboten nach seinem Ermessen einem Bieter den Zuschlag erteilen. Bei Meinungsverschiedenheiten kann die Losnummer noch einmal aufgerufen werden.

Wird die Zahlung nicht sofort an den Versteigerer geleistet oder die Abnahme der zugeschlagenen Sache verweigert, so findet die Übergabe der Sache an den Ersteigerer nicht statt. Wird die Abnahme ernsthaft verweigert, verliert der Ersteigerer seine Rechte aus dem Zuschlag. Die Sache kann auf seine Kosten erneut versteigert werden. In diesem Fall haftet der Ersteigerer für den Ausfall, hat hingegen keinen Anspruch auf den Mehrerlös. Der Bieter wird für zukünftige Auktionen nicht mehr zugelassen.

Die Steigerungsstufen für das Bietungsverfahren betragen in der Regel 5 % über dem letzten Gebot.

Der Versand geht zu Lasten und auf Risiko des Ersteigerers.

Die Beschreibung im Katalog ist gewissenhaft, begründet jedoch keine Haftung für Rechts- oder Sachmangel gemäß §5 434, 459 ff BGB. Die Angabe der Erhaltung erfolgt nach den im deutschen Münzenhandel üblichen Erfahrungseinstufungen und ist eine persönliche Beurteilung. Bei Versteigerungen anwesende Käufer erwerben grundsätzlich ,’wie besehen’. Eventuelle Beanstandungen sind innerhalb von 8 Tagen nach der Auktion bzw. nach Erhalt der Ware anzumelden.

Da durch Vorbesichtigung die Gelegenheit gegeben ist, sich vom Erhaltungszustand des Versteigerungsgutes zu überzeugen, können nach erfolgtem Zuschlag Beanstandungen nur bei irrtümlich übersehener Henkel- und Fassungsspur oder gestopftem Loch berücksichtigt werden. Die meisten der zu versteigernden Stücke sind abgebildet. Die Bemängelung offensichtlicher Merkmale oder ‚Nichtgefallen’ sind daher auf keinen Fall ein Reklamationsgrund. Bei Losen mit mehreren Stücken sind die Stückzahlen nur Circa-Angaben, irrtümliche Zuschreibungen sind im Einzelfall nicht ausgeschlossen. Diese Lose sind nach erfolgtem Zuschlag von jeder Beanstandung ausgeschlossen. Bei Abbildungsverwechslungen ist immer der Text maßgeblich.

Wenn Sie die von uns erworbene Ware einem Grading Service übergeben wollen, übernehmen wir keine Garantie, dass die Münzen dort angenommen oder entsprechend unserer Bewertung eingestuft werden. Abweichende Bewertungen des Grading-Unternehmens berechtigen nicht zur Rückabwicklung, ebenso versteckte Mängel, die durch den sogenannten "Slab" verdeckt werden.

Alle Katalogbesitzer, Auktionsteilnehmer und Bieter versichern, solange sie sich nicht gegenteilig äußern, dass sie den Katalog und die darin enthaltenen Gegenstände, besonders die aus der Zeit von 1933–1945, nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger und verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der Kunst und Wissenschaft, Forschung, Lehre, Aufklärung oder Berichterstattung über die Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Verwendungszwecken benutzen werden (§ 86a, Abs. 3, STGB).

Der Versteigerer und die Einlieferer bieten diese Gegenstände nur unter den oben genannten Voraussetzungen an. Mit der Gebotsabgabe verpflichten sich die Bieter, alle Gegenstände dieser Zeit, besonders die, welche entsprechende Embleme aus der Zeit des Nationalsozialismus zeigen, nur für oben genannte Verwendungszwecke zu erwerben und in keiner Weise propagandistisch, insbesondere im Sinne des § 86a STGB zu benutzen.

Die Echtheit des Versteigerungsgutes wird gewährleistet, sofern nichts Gegenteiliges klar aus dem Text hervorgeht. Bei begründeten Mängelrügen, die innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist vorgetragen werden, stellen wir den Käufer durch Rückabwicklung des Kaufvertrages schadlos. Die Gewährleistung ist auf die Höhe des Zuschlagpreises plus Aufgeld beschränkt. Für Münzen in sogenannten "Slabs" (Münzen in Plastikholdern der Grading-Unternehmen) entfällt die oben genannte Gewährleistung, da eine genaue Prüfung durch unser Unternehmen nicht möglich ist. Ansonsten übernehmen wir keine Rechts- und Sachmängel bezüglich der im Katalog aufgeführten Waren. Schadensersatzansprüche des Käufers gegen uns sind ausgeschlossen.

Die beigedruckten Preise sind Schätzpreise, die unter- oder überschritten werden können. Aufträge, die 80% des Schätzpreises nicht erreichen, werden nicht bearbeitet.

Es bleibt dem Versteigerer vorbehalten, Personen aus besonderen Gründen von der Teilnahme an der Versteigerung auszuschließen oder den Zuschlag zu verweigern.Als Versandpauschale einschließlich Versicherung wird inländischen Käufern je Lieferung EUR 7,–, ausländischen Käufern EUR 10,–. Übersteigt der Rechnungsbetrag EUR 1000,- wird der Versand in überseeische Länder per eingeschriebenem oder versichertem Paket abgewickelt, wobei eine Kostenpauschale von EUR 30,– pro Sendung in Rechnung gestellt wird. Ausgenommen sind große und/oder schwere Lots, bei denen die tatsächlichen Versandkosten berechnet werden. Bei Sendungen über 5.000,- EUR werden ebenfalls die tatsächlichen Versandkosten in Rechnung gestellt. Ausländische Kunden kaufen nach den Bestimmungen ihres Landes über Devisen, Zoll und Steuer. Die Versandformalitäten werden vom Versteigerer erledigt, der sich dazu eines anerkannten Spediteurs bedienen kann. Die Kosten gehen zu Lasten des Ersteigerers.

Bei zu versendender Ware wird zusätzlich zu dem Zuschlagspreis, dem Aufgeld und den Versandspesen ein Aufschlag von 0,5% für die Versicherung der Stücke erhoben.

Die persönlichen Daten werden für Buchhaltung und Rechnungsstellung gespeichert.

Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

Die Gesellschafter der WAG oHG und ihre Einlieferer haften im Rahmen des Schadens- und Aufwendungsersatzes nur, wenn sie gesetzlich dazu verpflichtet sind oder soweit Ihnen Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Die Haftung für schuldhafte Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden beschränkt. Der Versteigerer haftet in keinen Fall für die Folgen technischer Mängel, insbesondere für die Folgen von Verbindungsproblemen im Internet oder bei Telekommunikation und die Auswirkungen auf die Auktion und mögliche daraus resultierende Schäden. Alle angebotenen Übersetzungen sind nach besten Wissen und Gewissen erstellt worden, trotzdem ist allein die deutsche Fassung rechtsverbindlich. Mails und Briefe erbitten wir ausschließlich in deutscher oder englischer Sprache.

Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf CISG findet keine Anwendung. Soweit der Ersteigerer Vollkaufmann is oder keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland besitzt, wird mit Abgabe eines Gebotes für sich aus dem Vertragverhältnis ergebenen unmittelbaren und mittelbaren Streitigkeiten ausschließlich Arnsberg als Gerichtsstand vereinbart.

Eine Ergebnisliste erscheint nach der Versteigerung und wird im Internet veröffentlicht. Sie kann gegen Kostenerstattung angefordert werden.

Sollte eine der Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt. Die unwirksame ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Gehalt und Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

Es ist immer die deutsche Fassung der Versteigerungsbedingungen maßgebend.

Die Versteigerer
Udo Gans / Heinz-Günther Hild